Der Faire Handel zielt auf die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter und marginalisierter Gruppen in Entwicklungsländern, vor allem in Lateinamerika, Süd- und Südostasien und Afrika. Dazu gehören inzwischen neben Kleinbauern auch ArbeiterInnen in Plantagen (z.B. Bananen, Tee, Blumen).
Produzentenorganisationen können in Form von Genossenschaften oder Verbänden, Familienbetrieben, Kleinstunternehmen, Handelsbetrieben mit sozialem Hintergrund und Nicht-Regierungsorganisationen vorkommen. Die Größe der Zusammenschlüsse ist sehr unterschiedlich und reicht von 200.000 Kaffeebauern in Lateinamerika bis zu 20 Personen bei einem Handelspartner in Westafrika.
Viele der rund 600 nach internationalen Standards zertifizierten Produzentengruppen sind mittlerweile in regionalen Netzwerken organisiert, was ihren Einfluss auf die Entwicklung des Fairen Handels insgesamt deutlich stärkt. Dies zeigt sich bei der Definition von Standards oder der Etablierung lokaler Fair Trade-Initiativen.
Aber auch (noch) nicht zertifizierte ProduzentInnen, vor allem aus dem Bereich Handwerk, sind in internationalen Netzwerken organisiert, um ihre Interessen gegenüber den Partnern im Norden vertreten und sich untereinander besser austauschen zu können.